Mag.a Isabel Ebner | NEURO-EXZELLENZ STRATEGIEN - DAS ENDE DER SELBSTSABOTAGE

Der Blog zum 
Brain Mastery Neuro-Systemic Excellence Program - 
DAS ENDE IHRER SELBSTSABOTAGE !

Unauffällige Blutwerte – und trotzdem erschöpft?

Unauffällige Blutwerte – und trotzdem erschöpft?

Blutbefund. Unauffällig. Das Gefährliche ist ausgeschlossen. Das heißt nicht, dass wirklich alles gut ist.

Warum klassische Laboranalysen organische Krankheiten zwar ausschließen, aber die tatsächliche mentale und neuronale Kapazität nicht abbilden können.

 

Als Unternehmerin, Führungskraft oder High Performer kennen Sie das Phänomen: Sie funktionieren im Business-Modus, tragen immense Verantwortung und halten die Fäden zusammen. Doch im Inneren bemerken Sie seit einer gewissen Zeit subtile Veränderungen, die Sie sonst von sich selbst nicht kennen – vom verlässlichen Erwachen um 04:15 Uhr mit sofortigem Gedankendruck, bis zur spürbaren mental-emotionalen Verzögerung bei komplexen Entscheidungen.

Wenn Sie in diesem anhaltenden Zustand innerer Anspannung schließlich ärztlichen Rat suchen und der Befund nach einer gründlichen Untersuchung vorliegt, hören Sie den Satz, der eigentlich für Erleichterung sorgen sollte:

„Organisch ist alles in Ordnung. Das wird der Stress sein.“

Sie bedanken sich. Sie fahren ins Büro. Und irgendwo zwischen Parkplatz und Schreibtisch meldet sich etwas, das Sie niemandem erklären können — weil Sie gerade eine gute Nachricht bekommen haben und doch keinen Schritt weiter sind als vorher.

Das ist weder Einbildung noch Undankbarkeit. Es ist die präzise Wahrnehmung einer methodischen Grenze.

Zwischen dem, was ein Standard-Labor misst, und der tatsächlichen Belastungsgrenze Ihres Organismus liegt eine bedeutende Lücke, über die im klassischen Arzt-Setting selten gesprochen wird.


Ein unauffälliges Labor schließt organische Krankheiten aus. Es beantwortet jedoch nicht die Frage, wie viel Substanz Ihnen die tägliche Aufrechterhaltung Ihrer Leistungsfähigkeit abverlangt.

Diese Information fehlt in Befundgesprächen meistens zur Gänze — und doch ändert sie alles daran, wie man das Ergebnis liest.

Im Deutschen Ärzteblatt haben Peter Maisel, Erika Baum und Norbert Donner-Banzhoff 2021 den Forschungsstand zum Leitsymptom Müdigkeit zusammengefasst — ergänzt um ihre eigene Recherche für die S3-Leitlinie „Müdigkeit“ der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. [1]

Drei Zahlen daraus:

Erstens: Müdigkeit ist in der Hausarztpraxis bei 10 bis 20 Prozent aller Beratungen Haupt- oder Nebenanlass. Statistisch betrachtet fallen Sie also nicht aus dem Rahmen.

Zweitens: Eine gravierende körperliche Erkrankung findet sich in 4,3 Prozent dieser Fälle — Blutarmut und Krebs darin eingerechnet, eine bis dahin unentdeckte Krebserkrankung allein in 0,6 Prozent. In mehr als 95 von 100 Fällen liegt es also nicht an einem Organbefund — weshalb Ihr Ergebnis das ist, was statistisch zu erwarten war.

Drittens — und das steht wörtlich in dieser Arbeit:

„Schlafstörungen/schlafbezogene Atemstörungen, Depressionen (18,5 %) und psychosoziale Überlastungen dominieren bei anhaltenden Beschwerden.“

Dieselbe Arbeit schließt mit der Empfehlung, bei der Abklärung „einen ausschließlich somatischen Fokus“ zu vermeiden — also nicht weiter zu messen, nur weil sich noch etwas messen ließe.

Sprich: Die Medizin selbst sagt, dass weitere Blutwerte diese Erschöpfung nicht erklären werden.

Schlafzimmer um Viertel nach vier, Wecker auf dem Nachttisch

Viertel nach vier. Der Körper ist wach, bevor der Wecker läutet.

Warum die Feststellung „das wird der Stress sein“ trotzdem nicht weiterhilft


Die Aussage ist fachlich gedeckt. Als Auskunft ist sie wertlos, und zwar aus einem einfachen Grund: „Stress“ ist ein Sammelbegriff für alles, was belastet. Er benennt nicht, was bei Ihnen belastet, und nicht, was diese Belastung in Ihnen auslöst.

„Stress“ sagt Ihnen nicht, welche Ihrer täglichen Gewohnheiten Ihre Kraft verbraucht. Und solange das offenbleibt, bleibt als Handlungsanweisung nur das Übliche: Kürzertreten, mehr schlafen, Urlaub. Lauter Dinge, die Sie längst versucht haben — und die bei Ihnen weniger bringen als bei anderen. Das hat einen Grund.

Ich bin Psychologin und keine Ärztin. Meine Arbeit umfasst das Gebiet, wo Befunde noch längst nicht hingelangen. Sie beginnt bei dem, was Menschen täglich mit sich aushandeln.

Zu viel Arbeit allein erklärt diese Erschöpfung aus meiner Sicht nicht. Anstrengung kennt jeder, der etwas aufgebaut hat, und die meisten erholen sich davon. Teuer werden die Entscheidungen, die Sie täglich gegen sich selbst treffen, die aber für Sie längst nicht mehr als Entscheidungen bemerkbar sind.

Das ausgesprochene Ja im Meeting, während für Sie in Wirklichkeit ein Nein stimmt. Die Zusage, eine Aufgabe der Kollegin zu übernehmen, obwohl Ihre Woche schon voll ist. Der Pflichtbesuch bei der Verwandtschaft am Sonntag. Das eigene Anliegen, das zum sechsten Mal auf ruhigere Zeiten verschoben wird.

Jede dieser Entscheidungen kostet. Dauerhaft. Und keine davon erscheint auf einem Laborbefund.

Diese Posten vergisst das Unbewusste nicht, und irgendwann summiert es sie. Warum das kein Defekt ist, sondern ein alter Auftrag, den nie jemand überprüft hat, steht in einem eigenen Artikel: Ihr Unbewusstes ist kein Gegner. Es ist Ihr loyalster Mitarbeiter.

Deshalb hilft an diesem Punkt auch keine zusätzliche Anstrengung. Warum Disziplin hier das schwächste Werkzeug ist, das Sie besitzen, steht in einem eigenen Artikel. Und die Haltung, die diese ganze Buchführung verdeckt, kennen Sie unter ihrem harmlosesten Namen: „Ich funktioniere noch.“

Warum der Referenzbereich Ihre Individualität nicht kennt


Noch eine Sache zu dem Befund, den Sie mitbekommen haben.

Klassische Referenzwerte bilden die mittleren 95 Prozent einer breiten Querschnittsbevölkerung ab. Sie zeigen, wo die statistische Masse liegt – nicht aber, wo Ihr persönliches Optimum lag, als Ihre kognitive Schärfe und Energie noch mühelos abrufbar waren.

„Innerhalb der Norm“ bedeutet lediglich: Sie fallen statistisch nicht aus dem Rahmen. Das ist noch kein Beweis dafür, dass Ihr Organismus unter der aktuellen Dauerbelastung im energetischen Gleichgewicht arbeitet.

In der Stressphysiologie ist dieser Sachverhalt gut dokumentiert. Eine Untersuchung der Epidemiologin Teresa Seeman im Fachjournal PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) zeigte an 1.189 Probanden, dass nicht isolierte Laborwerte allein, sondern die Kombination mehrerer unauffälliger Parameter spätere physische und kognitive Einbußen vorhersagt. [2] Das bedeutet: Die entscheidende Information liegt im Zusammenspiel des Gesamtsystems, nicht in einer einzelnen Normzahl. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie: Sie zeigt einen Zusammenhang, keine Ursache.

Allostatische Last: Die biologische Quittung für Anpassung


Die wissenschaftliche Bezeichnung für diesen kontinuierlichen Anpassungsprozess an hohen Druck lautet Allostatische Last (Allostatic Load). Wird dieser Anpassungsprozess ohne ausreichende Erholungsphasen zum Dauerzustand, entsteht eine schleichende biologische Abnutzung. Eine systematische Übersicht von Jenny Guidi und ihrem Team hat 267 Einzeluntersuchungen dazu zusammengetragen und unterstreicht, dass eine fundierte Beurteilung Messwerte und das subjektive Belastungserleben der Person zusammen betrachten muss. Faktoren, die für das subjektive Erleben angeführt werden, sind unter anderem Einschlafen, frühes Aufwachen, fehlende Kraft, Reizbarkeit und das Gefühl, den Anforderungen des Alltags nicht mehr gewachsen zu sein. Diese Faktoren sind die direkten Indikatoren dieser allostatischen Beanspruchung. [3]

Leerer Lehnstuhl am Abend neben einer Leselampe

Der Moment, in dem nichts mehr von Ihnen verlangt wird — und sich zeigt, ob Sie sich entspannen können.

Eine Beobachtung, die Sie heute machen können


Nehmen Sie den ersten Moment des Abends, an dem niemand etwas von Ihnen braucht. Bei manchen ist das der Sessel nach dem Heimkommen; wer Kinder hat, die warten und sich freuen, Mama und/oder Papa zu haben und den Tag erzählen zu dürfen, findet ihn erst, wenn alle im Bett sind und die Küche gemacht ist. Achten Sie auf die nächsten zwei, drei Minuten: Kommen Sie an? Werden die Schultern schwerer, wird die Ausatmung von selbst länger? Oder sitzt da jemand, der wartet — auf die nächste Nachricht, auf den nächsten Anruf, auf irgendeine Aufgabe, die den Abend wieder füllt?

Wenn Sie es nicht aushalten, dort einfach zu sitzen, haben Sie Ihre Antwort. Keine Diagnose — ein Hinweis darauf, wie viel Spielraum gerade übrig ist. Prüfen Sie das heute an sich selbst!

Schlafstörung, Depression, Überlastung — und wer wofür zuständig ist


Die Übersichtsarbeit im Deutschen Ärzteblatt nennt neben der psychosozialen Überlastung auch Schlafstörungen und Depressionen. Beides tritt häufig auf: Schlafstörungen bei 26,5 Prozent der Patienten — gezählt werden Beschwerden von mindestens vier Wochen Dauer, die sich sozial oder in der Leistungsfähigkeit auswirken —, Depressionen bei 18,5 Prozent. [1] Wenn Sie sich über die Erschöpfung hinaus anhaltend niedergeschlagen fühlen oder bemerken, dass Ihnen nichts mehr Freude macht und schon Kleinigkeiten zu viel werden, gehört das ärztlich und psychotherapeutisch abgeklärt.

Was davon in meine Arbeit fällt, ist die mental-emotionale Überlastung. Und dort heißt die Frage nicht, ob Sie zu viel arbeiten. Sie heißt: Welche Zusagen, Rücksichten und Pflichttermine kosten Sie jeden Tag Kraft, ohne dass Ihnen dieser Energieverlust auffällt?

Dass ein Befund ohne Auffälligkeit bleibt, heißt dann: Der Preis wird woanders bezahlt. In der Erholung, die den Verbrauch nicht mehr deckt. Und in den Fähigkeiten, für die man Sie schätzt — klar entscheiden, ruhig bleiben, den Überblick behalten. Ein System im Dauerbetrieb spart zuerst genau dort.

Genau an dieser Stelle wird aus einer Belastungsfrage eine Longevity-Frage. Wer sein Unbewusstes kennt, sich von ihm leiten lässt und es zugleich führen kann, hat die beste Grundlage für ein gesundes Altwerden — tragfähiger als jede gesunde Ernährung oder Supplementierung, die auf dieser Grundlage aufsetzt. Die Hardware des Erfolgs beschreibt diesen Zusammenhang ausführlich.

Die Frage, die Ihr Labor nicht beantwortet hat


Ihr Labor hat den physischen Gesundheitszustand Ihres Körpers beantwortet. Offen bleibt die Frage nach Ihrer Kapazität: Wie viel Spielraum haben Sie gerade zur Verfügung?

Für genau diese Frage habe ich einen Selbstcheck zusammengestellt: zwölf Fragen, zwei bis drei Minuten, Ergebnis sofort und komplett kostenfrei.

Zu Ihrem kostenlosen, persönlichen Neuro-Souveränitäts-Check

Zeigt Ihr Ergebnis, dass die Erholung Ihren Verbrauch seit Längerem nicht mehr deckt, greift eine Selbsteinschätzung zu kurz. Dann sehen wir im Neuro-Souveränitäts-Audit hinter Ihre Zahlen: eine systemische Tiefenanalyse von sechzig bis neunzig Minuten, in der ich für Sie übersetze, was Ihr Unbewusstes Ihnen längst signalisiert und mitteilen möchte. Ihr Unbewusstes spricht in Bildern. In weiterer Folge, wenn wir gemeinsam beschließen, zusammenzuarbeiten, kommen im Brainmastery Neuro-Systemic Excellence Program, im Rahmen der freiwilligen Teilnahmemöglichkeit an meiner Pilotstudie, Messverfahren und Laborparameter dazu. Wenn wir miteinander arbeiten, wird Ihnen der Betrag des Neuro-Souveränitäts-Audits vollständig angerechnet.

Inhalte und Buchung des Neuro-Souveränitäts-Audits

Häufige Fragen

Soll ich jetzt umfangreichere Werte bestimmen lassen? Die oben zitierte Arbeit von Maisel, Baum und Donner-Banzhoff rät bei unauffälligem Basislabor ausdrücklich von einem ausschließlich somatischen Fokus ab, um nicht ohne Anlass weiterzumessen. Weitere Untersuchungen sind demnach bei zusätzlichen Symptomen oder auffälligen Befunden sinnvoll.

Werden im Neuro-Souveränitäts-Audit meine Blutwerte analysiert? Nein. Das Audit ist eine psychologische, systemische Tiefenanalyse Ihrer unbewussten Sabotage-Muster. Laborparameter und die standardisierten Verfahren sind freiwilliger Teil des siebenmonatigen Programms und der Begleitstudie, nicht des Audits.

Ich schlafe schlecht und habe Druck im Job — reicht da nicht Urlaub? Urlaub hilft gegen Müdigkeit. Gegen tägliche Entscheidungen gegen sich selbst hilft er nicht, weil die nach der Rückkehr wieder da sind. Wenn drei Wochen Abstand eine Erleichterung bringen, die am zweiten Arbeitstag verschwunden ist, war Erschöpfung nicht die Ursache.

Quellen

[1] Maisel P, Baum E, Donner-Banzhoff N: Leitsymptom Müdigkeit — Epidemiologie, Ursachen, Diagnostik und therapeutisches Vorgehen. Deutsches Ärzteblatt International 2021; 118: 566–576. doi.org/10.3238/arztebl.m2021.0192

[2] Seeman TE, McEwen BS, Rowe JW, Singer BH: Allostatic load as a marker of cumulative biological risk: MacArthur studies of successful aging. Proceedings of the National Academy of Sciences 2001; 98(8): 4770–4775. doi.org/10.1073/pnas.081072698

[3] Guidi J, Lucente M, Sonino N, Fava GA: Allostatic Load and Its Impact on Health: A Systematic Review. Psychotherapy and Psychosomatics 2021; 90(1): 11–27. doi.org/10.1159/000510696

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ÜBER DIE AUTORIN ISABEL EBNER

Autor

Insights einer Neuro-Strategin: Psychologie, Performance & Resilienz.


Schreiben ist für mich das Werkzeug, um komplexe psychologische Prozesse greifbar zu machen. Als Psychologin mit Fokus auf Gruppendynamik und Konflikttransformation
 habe ich mich Jahrzehnte lang mit den Dynamiken menschlicher Konflikte beschäftigt. Mein Weg führte mich von der psychosozialen Fachkraft in Gewaltkontexten sowie der aufsuchenden Kinder- 
& Jugendhilfe und Kinderbotschafterin 
hin zur Strategin für Neuro-Exzellenz.


In meinem Blog schlage ich die Brücke zwischen klassischer Psychologie sowie Energetik und Biologie der Hochleistung. Ich schreibe für Macher, Visionäre und High Performer – die oft auch Eltern sind –, über Themen wie:

  • Brain Fitness & Longevity: Wie wir unser Gehirn jung und leistungsfähig halten.

  • Biopsychologische Resilienz: Warum mentale Stärke eine Frage Psyche und der Biologie ist.

  • Systemische Transformation: Wie wir Führung und Lebensalltag in Einklang mit 
    unserer Neuropsychologie bringen
    .

Mein Ziel als Autorin? Ihnen die Strategien an die Hand zu geben, mit denen Sie auch in Hochkonflikt-Szenarien oder unter extremem Druck souverän, klar und gesund agieren 
können.

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